Daten und Fakten zur Gesetzgebung über die elektronische Signatur

1999 – Seit 1999 existiert die Richtlinie über gemeinschaftliche Rahmenbedingungen für elektronische Signaturen 1999/93/EG. Diese Richtlinie wurde als unzureichend eingestuft, da der Europäischen Union ein transnationaler und übergreifender Rahmen für den sicheren, zuverlässigen und bequemen Austausch digitaler Informationen fehlte. Als besonders problematisch galten die elektronische Identifizierung und Authentifizierung (d. h. die elektronische Signatur) sowie die anderen elektronischen Vertrauensdienste (Siegel, Zeitstempel, elektronische Einschreiben und Webseiten-Zertifikate zur Authentifizierung). [1]
23. Juli 2014 – Die Verordnung Nr. 910/2014 über die elektronische Identifizierung und Vertrauensdienste für elektronische Transaktionen im Binnenmarkt wird erlassen. Damit wird der Grundstein für die eIDAS-Verordnung gelegt.
29. September 2015 – Die grenzüberschreitende Anerkennung von notifizierten elektronischen Identifizierungsmitteln durch die Mitgliedsländer der Europäischen Union ist möglich (auf freiwilliger Basis). [2]
Anfang 2016 – Die erforderliche Infrastruktur zur Sicherstellung der Interoperabilität der elektronischen Identifizierungsmittel wird eingerichtet.
1. Juli 2016 – Die Verordnung ist überwiegend gültig (einige spezielle Aspekte folgen einem eigenen Zeitplan). Anbieter von Vertrauensdiensten können mit einem Gütezeichen nachweisen, dass die eIDAS-Verordnung von ihnen eingehalten wird.
29. September 2018 – Die grenzüberschreitende Anerkennung von notifizierten elektronischen Identifizierungsmitteln wird für die Mitgliedsländer der Europäischen Union verpflichtend.
1. Juli 2020 – Ein Evaluierungsbericht der Kommission wird erstellt, um festzustellen, ob der Geltungsbereich der Verordnung geändert werden muss.

Welche Vorteile bringt die eIDAS-Verordnung für unseren Alltag?
Nehmen wir ein konkretes Beispiel. Stellen Sie sich vor, ein deutsches Unternehmen möchte an einer Ausschreibung in Frankreich teilnehmen.

OHNE die eIDAS-Verordnung:
Die Webseite des Unternehmens, das an der Ausschreibung teilnimmt und die Webseite, die die Ausschreibung veröffentlicht, sind nicht zertifiziert und können gefälscht sein
Der Austausch von Dokumenten erfolgt auf dem physischen Weg, wobei es zu zahlreichen Zwischenfällen kommen kann (fehlende Dokumente, hohe Versandkosten, Verlust von Informationen, unvollständige Unterlagen)
Für die Aufbewahrung der Unterlagen muss das Unternehmen entsprechend Platz zur Verfügung stellen. Eine Information wiederzufinden kann langwierig sein
Die Bearbeitungsfrist ist lang (durchschnittlich etwa 1 bis 2 Wochen)
Die Gesamtkosten für die Erstellung der Ausschreibungsunterlagen sind hoch und belaufen sich im Durchschnitt auf 50 bis 100 € [2]

MIT der eIDAS-Verordnung:
Die Webseiten sind mit einem Zertifikat authentifiziert und die Identifizierung der jeweiligen Ansprechpartner wird bestätigt
Die Dokumente werden mit nur wenigen Klicks von dem französischen Unternehmen auf elektronischem Weg erstellt und unterzeichnet. Die Identität der Unterzeichner und das Dokument selbst sind dank der eIDAS-Verordnung international gültig
Die Dokumente können komplett online aufbewahrt werden
Die Bearbeitungsfrist wird verkürzt und beide Parteien können die Fortschritte in Echtzeit mitverfolgen (wenige Stunden)
Die Gesamtkosten für die Erstellung der Ausschreibungsunterlagen sind gering und belaufen sich im Durchschnitt auf 10 bis 20 € [2]

Mit der Umsetzung der elektronischen Signatur können der gesamte Prozess erheblich vereinfacht und die Kosten drastisch gesenkt werden. Die Unternehmen können bequem und effizient international agieren.

DocuSign begleitet Sie dabei
Die elektronische Signatur von DocuSign ist mit der eIDAS-Verordnung konform und ermöglicht Ihnen, auch grenzüberschreitend zu arbeiten.
Gerne erstellen wir Ihnen auf Anfrage ein maßgeschneidertes Angebot.

Weitere Informationen zu eIDAS

Quellenangaben
[1] D. GOBERT, „Le règlement européen du 23 juillet 2014 sur l’identification électronique et les services de confiance (eIDAS) : analyse approfondie“, Februar 2015, veröffentlicht auf www.droit-technologie.org
[2] https://ec.europa.eu

Schlagwort