Heute berichten wir von einem Interview mit meinem DocuSign Kollegen Ryan Winpenny in London.
Ryan war kürzlich auf der Geburtstagsfeier von Jane Goodall “Reasons For Hope” organisiert durch das Jane Goodall Institut Deutschland in München. Anstatt von London nach München zu fliegen, hat sich Ryan entschieden, die Reise mit dem Zug anzutreten.

Ich habe mich mit Ryan unterhalten. Im folgenden Interview, erzählt er uns mehr über die Hintergründe dieser Reise und natürlich über die Geburtstagsparty mit Jane Goodall. Die Dame ist seit Jahrzehnten auf der ganzen Welt unterwegs und hält Vorträge rund um das Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit.

Ryan, kurz zu deiner Person: Du arbeitest nun seit 3 ½ Jahren für DocuSign. Du bist in der Funktion als Senior Customer Success Architect tätig. Deine Tätigkeit kurz erklärt, du bist Berater für strategische Kunden.

Mich würde anfangs interessieren, wie kam es überhaupt dazu das DocuSign zum 85. Geburtstag geladen war?

“Anfang des Jahres traf unser CEO Dan Springer Jane Goodall auf dem Weltwirtschaftsforum in DavosAls Teil unserer DocuSign for ForestsTM Initiative,  spendeten wir $1,5 Millionen an Organisationen, die wichtige Arbeit zum Schutz unserer Wälder leisten. Die erste Million kam der Jane Goodall Legacy Foundation zu, um den anhaltenden Kampf für den Ressourcenerhalt auf unserem Planeten zu unterstützen.”

“So kam es, dass das Jane Goodall Institut Deutschland im Frühjahr auf uns zu kam und uns zur Feier einlud. Mit “uns” meine ich die DocuSign Impact Treiber in Europa. So waren wir schlussendlich mit 8 Kollegen aus London, Dublin, Paris, Frankfurt und Berlin vor Ort.”

Jane Goodall Reasons For Hope Event

Jane Goodall Reasons For Hope

Als wir uns im Vorfeld unterhalten haben, hast du erwähnt, du hattest anfänglich einige Bedenken bezüglich der Reise?

“Ja, das kann man wohl sagen. Ich meine es handelt sich um die Geburtstagsparty von Jane Goodall. Sie bereist seit Jahrzehnten die Welt und hält Vorträge über Nachhaltigkeit. Nachdem ich weiß, wie umweltbelastend Fliegen ist, kann ich gerade zu so einer Veranstaltung wohl eher schlecht mit dem Flieger anreisen. (Ryan lacht).“

„Fliegen produziert einfach immense Mengen an CO2. Dann hab ich mir gedacht: Okay, natürlich würde ich gerne daran teilnehmen, andere Kollegen treffen und ganz nebenbei die Chance zu haben, Jane Goodall persönlich zu treffen und kennenzulernen. So eine Chance hat man nur einmal im Leben und die wollte ich einfach nutzen.“

„Es war im Nachhinein betrachtet eine einzigartige Möglichkeit, Jane persönlich zu erleben und ihre Botschaft aus erster Hand von Ihr zu hören. Es war auch sehr interessant dort andere Kollegen und Unternehmen zu treffen, die auch die selbe Leidenschaft für das Thema Nachhaltigkeit aufbringen und diese Veranstaltung auch sponsern. Es freut mich auch persönlich sehr, das mein Arbeitgeber DocuSign diese Leidenschaft auch teilt und mich dahingehend auch immer unterstützt und motiviert.“

„Letzten Endes habe ich meine Zweifel dann über Bord geworfen.  Ja!! Ich will dort hin. Wohl nicht mit dem Flieger, warum nicht mit dem Zug? Dann habe ich unsere Reiseagentur kontaktiert und Ihnen mitgeteilt, das ich mit dem Zug reisen möchte. Die haben mir dann die beste Verbindung gesucht mit  Alternativen. Ich wusste von Anfang an, die Reise wird lang und es wird etwas dauern, aber es ist machbar.“

Ryan Team DocuSign Impact on Train

Ryan from London to Munich im Zug

Die Reise wird etwas dauern, das hast du von vornherein gewusst. Wie lange warst du unterwegs und gab es irgendwelche Verspätungen?

„Also in Summe war ich 11 Stunden mit dem Zug unterwegs, was ehrlich gesagt ziemliche lange war. Die Reise ging nämlich von London nach Brüssel, dann Brüssel nach Frankfurt und letztlich Frankfurt nach München. Zum Glück hat der Zug nicht überall angehalten und es gab auch keine gröberen Verspätungen. Nur einmal die Euro-star Verbindung von Brüssel nach Frankfurt. Da hatte ich nur 13 Minuten zum umsteigen. Ich dachte anfangs zwar das wäre kein Problem.“

„Nun, der Bahnhof ist dann doch etwas größer und so habe ich meinen Anschlusszug verpasst. Das war aber nicht schlimm. Ich musste nur knapp 1 Stunde auf den nächsten Zug warten. Ansonsten kam es zu keine gröberen Verspätungen oder Wartezeiten wie man sie am Flughafen oft erlebt. Mit dem Flieger hätte die Reise zwar nur 2 ½  bis 3 Stunden gedauert. Dafür war der Zug wesentlich günstiger. 550 Euro für den Flieger, 360 Euro hat der Zug gekostet.“

„Was den CO2-Ausstoß betrifft, habe ich auf der Website  eco passenger recherchiert. Dort kann man den CO2-Ausstoß berechnen und vergleichen. Demzufolge sieht die CO2-Bilanz vom Zug um 87% besser aus, als die vom Flugzeug. Das ist großartig.“

Hat das Zugfahren Spaß gemacht. 11 Stunden sind dann doch etwas lang, oder?

„Ich liebe Zugfahren. Es war großartig. Ich muss zugeben, ich bin gar kein großer Freund von Flügen. Mit dem Zug ist alles irgendwie entspannter. Man steigt einfach ein, es gibt Abteile, die sind auch größer als im Flieger, Klapptische mit Steckdosen. Das war super. Ich hatte natürlich meinen Laptop dabei und konnte so ungestört arbeiten. Ich hatte zwar die meiste Zeit keinen Handyempfang, konnte die Zeit aber gut damit nutzen, meine Email-Inbox mal auszumisten und aufzuräumen. (Ryan lacht)“

DocuSign Impact Team

DocuSign Impact Team

Wenn man mit dem Zug reist, ist man einfach länger unterwegs. Wie hat dein Chef auf deine Idee reagiert?

„Ja, ich hatte natürlich eine Unterhaltung mit meiner Chefin und sie hat mich in diesem Vorhaben auch unterstützt. Sie hat mich anfangs zwar etwas lustig angeschaut, als ich ihr davon erzählte. Sie hatte  nicht verstanden warum ich mir das antun möchte. Nachdem ich ihr aber vom Event erzählt habe und das es beim Thema um Nachhaltigkeit geht, hat sie die Sache gutgeheißen und mich von Anfang an auch unterstützt.“

„Alle 2 Minuten wird man irgendwie von irgendwas abgelenkt. Das Personal fragt wegen Getränke, ein andern mal ist es der Sicherheitsgurt. Das gibt es beim Zugfahren alles nicht. Da setzt man sich einfach in Ruhe ins Abteil und kann sich auf irgendetwas konzentrieren. Im Flugzeug ein Ding der Unmöglichkeit.“

DocuSign Lebkuchenherz

DocuSign Lebkuchenherz

Bist du am selben Tag des Events angereist?

„Ja. Ich bin ziemlich früh aufgestanden. Mein Zug ging um 05:30 Uhr morgens von London, weil ich wollte ja pünktlich zum Event erscheinen. Beginn war schon um 18:00 Uhr. Ich hatte sogar genügend Zeit um vor dem Event noch mein Gepäck ins Hotel zu bringen. Dort gab es noch eine schnelle Dusche, Umziehen und dann war noch genügend Zeit für eine Curry-Wurst vor der Party!“

Nach 11 Stunden bist du dann endlich angekommen in München. Wie war die Party?

„Die Party war fantastisch, ich war nämlich etwas früher da als der Rest vom deutschen Team. Ich hatte zwar vor dem Event nicht wirklich Zeit mich mit Leuten zu unterhalten. Dafür aber um so mehr danach. Wir waren dann bis ca. Mitternacht dort und fleißig am Netzwerken. Bei dieser Gelegenheit konnte ich auch Jane Goodall persönlich kennen lernen und mit ihr reden und es waren auch viele Charity-partner und Sponsoren anwesend. Soviel Leute begeistert für ein Thema das hat richtig Spaß gemacht und ich hatte während meiner Reise auch einen Life-feed auf LinkedIn mit ständigen Updates und Fotos von der Reise und vom Event. Zu  Hause angekommen haben mich viele meiner Kollegen auf meinen Live-feed angesprochen und mir mitgeteilt wie toll sie das ganze finden. Das hat mir wiederum ein gutes Gefühl gegeben, weil ich damit etwas gemacht habe, was die Leute wirklich interessiert und bewegt.“

Du hast von den Reaktionen deiner Kollegen berichtet, was hat dich am meisten bewegt, was ist dein Resümee der Reise?

„Die ganze Reise, das Event, war alles einfach nur unglaublich. Jane Goodall als Person, sie ist so eine Inspiration für Menschen und ich bin einfach nur sehr glücklich, das ich diese Reise unternommen habe. Als ich Samstags nach Hause gekommen bin, war ich natürlich todmüde aber nichts desto trotz haben sich die Strapazen ausgezahlt und ich bin jetzt noch motivierter als zuvor, etwas für unser Klima zu tun.“

„Das war es auch, worüber Jane viel gesprochen hat: wir müssen uns über die Entscheidungen die wir treffen bewusst sein anstatt uns zu denken, als einzelner macht das alles doch keinen Unterschied.
Vielmehr sollte man an dem Gedanken festhalten, was passiert wenn hundert Tausende so handeln. Denn das macht dann einen Unterschied und das ist auch für Jane Goodall der Grund, warum es noch einen Grund zur Hoffnung gibt: der menschliche Geist und sein Einfallsreichtum.“

„Ja, wir können dieses Problem lösen, bevor es zu spät ist. Zeit ist knapp und wir müssen entschlossen und schnell handeln. Aber es gibt Wege, heraus aus diesem Dilemma und Jane ist davon überzeugt, das die Natur auch wieder zurück kommt, wenn wir Menschen der Natur auch eine Chance geben.“

Jane Goodall Reasons For Hope

Jane Goodall Reasons For Hope

Jetzt kommen wir langsam ans Ende unseres Interviews. Abschließend möchte ich dich fragen:
Das Event hatte den Titel „Reasons For Hope“ – zu deutsch ein Gründe zur Hoffnung.

Wie sieht es persönlich mit deiner Hoffnung für die Welt aus? Hast du Hoffnung?

„ Ja ich habe Hoffnung für die Welt. Ehrlich gesagt hatte ich die Hoffnung für viele Jahre aufgegeben.

Ich meine wir hatten nicht wirklich eine tolle Zeit in den UK. Du hast das sicherlich auch mitbekommen, aber die letzten Jahre wurde unser Land von einem einzigen Thema eingenommen. Nämlich dem Brexit und das war ziemlich lange ziemlich frustrierend. Ich möchte jetzt nicht zu politisch werden, ich möchte nur eines sagen: Natürlich könnte man hergehen und einem seiner Parlamentarier – sprich Volksvertreter direkt ansprechen und sagen: Hey, gefällt mir gerade überhaupt nicht wie die Dinge so laufen!!!“ dann wird er dir antworten: „Ja mir gefällt das auch nicht!“

„Vergleicht man die beiden Themen Nachhaltigkeit und Brexit erkennt man aber, das Nachhaltigkeit von viel größerer Wichtigkeit ist, als dieses verhältnismäßig geringe Übel „Brexit“. Es fühlt sich an wie ein selbst gemachtes Problem und es fühlt sich so an, als könnte man wo helfen und behilflich sein.

Es ist ein unbeschreibliches Gefühl zu spüren, wie Hoffnung wieder zurückkehrt und das Gefühl zu haben, das man etwas unternehmen und verändern kann. Es war unglaublich dies auch von Jane zu hören. Sie macht das jetzt seit 60 Jahren, sie ist so voller Weisheit und sie sagt immer: „Die einzige Möglichkeit, die Meinung der Menschen zu ändern, besteht darin, das Herz der Menschen zu erreichen!“ Wir können endlos über Daten und Fakten diskutieren, aber das wird die Handlungsweise der Menschen nicht verändern. Darum ist es so wichtig, darüber zu erzählen und diese Geschichte in die Welt zu tragen und darum habe ich mich auch darüber gefreut, dir darüber im Interview zu erzählen.
Die Reise war großartig. Ich habe viel gesehen und erlebt, bin durch halb Europa und hatte immer einen Fensterplatz. Was will man mehr? (Ryan lacht)“

„Ich meine man sollte aus dem ganzen keine beängstigende Sache machen und den Leuten vermitteln das sie sehr wohl einen Unterschied machen können. Alles beginnt mit jemandem der eines Tages beschließt etwas anders zu machen. So jemand wie Greta Thunberg. Ich meine ein Teenager der sich mit einem Schild vors Parlament stellt und schau was daraus geworden ist: Fragt man die OPEC, die würden sagen, sie ist derzeit ihre größte Bedrohung. Ist das nicht unglaublich?“

„Es gibt ein gewisses Maß an Kohlenstoffemissionen die wir Menschen bis zum Jahr 2050 ausstoßen dürfen, wenn wir das Klima stabil halten wollen. Das sind ca. 1,5 Tonnen Kohlenstoffemissionen pro Person pro Jahr. Wenn du nur ein einziges mal im Jahr von London nach New York fliegst, hast du dein Jahrespensum schon aufgebraucht. Daran sieht man, wie umweltbelastend und -schädlich Fliegen wirklich ist und wir müssen versuchen diese Botschaft in die Welt hinauszutragen. Damit die Menschen beginnen umzudenken und nach Alternativen zu suchen. Das ist die einzige Möglichkeit die wir haben!“

„Ich schätze mich wirklich sehr glücklich, für eine Firma tätig zu sein, die mich bei diesem Thema auch so unterstützt. Wir alle engagieren uns für Organisationen und Menschen wie Jane Goodall. Wir versuchen nicht nur Lippenbekenntnisse zu machen. Es geht hier nicht um „green-washing“. Wir tun unternehmensintern auch sehr viel, um dem entgegenzuwirken und unseren CO2-Ausstoß zu senken. Ich hoffe, dass wir damit auch unsere Kunden, Partner und Lieferanten inspirieren können und sind ihnen gerne dahingehend auch behilflich, denn am Ende des Tages ist alles ein Planet. “

Ich bedanke mich für diese abschließenden Worte, deine Zeit und dieses interessante Gespräch.

Mehr Information zur Ryan’s Reise gibt es online unter:Ryan’s LinkedIn Dokumentation

Wie kann jeder einzelne dazu Beitragen unseren Planeten und vor allem Wälder zu retten?

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