Von Keith Krach, Vorstandsvorsitzender und Geschäftsführer von DocuSign, Inc.

Mitten in der gegenwärtigen Unsicherheit, die durch das Brexit-Votum in Großbritannien entstanden ist, hat die EU etwas Großartiges im Namen des freien Handels und Fortschritts unternommen – das heute Anlass zum Feiern gibt. Es passiert nicht jeden Tag, dass eine neue Regelung grundsätzlich positiv ist und zweifelsfrei die Wirtschaft voranbringt. Aber dies ist mit der neuen eIDAS-Richtlinie (Electronic Identification and Signature) der Fall, die heute in Europa in Kraft tritt. Und deshalb möchte ich dem Präsidenten der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker, und den für die Standardisierung der elektronischen Identifikation, der Trust-Services und der Signaturen in der gesamten EU verantwortlichen Kommissaren meinen bescheidenen Dank sagen. Sie haben den Weg für die digitale Transformation in Europa geebnet, indem sie es kleinen wie großen Unternehmen einfacher machen, Geschäfte aus der und in die EU zu tätigen.

Als Vorstandsvorsitzender und Geschäftsführer einer weltweit tätigen Technologieunternehmung habe ich viel Zeit damit verbracht, mich mit Verantwortlichen auf Vorstandsebene von Organisationen praktisch aller Branchen auf der ganzen Welt zu treffen. Wieder und wieder habe ich gehört, dass „Digitalisierung“, das „papierlose Büro“ oder die „digitale Transformation des Geschäftes“ zu den drei hauptsächlichen strategischen Zielen zählen – und für viele ist es sogar die Nummer eins.

Das ist kein Wunder. Der Schritt fort von den antiquierten, papierbasierten Prozessen hin zu vollständig automatisierten Arbeitsabläufen beeinflusst fast alle Bereiche, an denen Geschäftsführer gemessen werden: Umsätze, Effizienz und Kosten, Sicherheit und Compliance, Kundenzufriedenheit und selbst Nachhaltigkeit. Gemäß einer Studie von Capgemini und MIT Sloan Management erreichen Organisationen mit einer höheren digitalen Reife im Durchschnitt um 9 Prozent bessere Ergebnisse, um 26 Prozent höhere Profitabilität und einen um 12 Prozent höheren Marktwert. Das spricht für sich.

Ebenso beeindruckend ist, dass die Kommissare hinter eIDAS die Voraussicht besessen haben, ihre Ärmel hochzukrempeln und in den vergangenen Jahren unermüdlich daran gearbeitet haben, die bestehenden Regularien bezüglich der eSignatur zu verbessern, um eine neue, klare und einfache Regelung heute in Kraft zu setzen.

Bis heute stellte die digitale Transformation ganz Europa vor Probleme. Unterschiedliche Interpretationen der EU-Direktive 1999/93/EC für elektronische Signaturen durch die Mitgliedsstaaten schufen eine problematische Umgebung für den grenzüberschreitenden elektronischen Geschäftsverkehr. Unternehmen verschenkten Zeit und Geld damit, sich um die rechtlichen Anforderungen von Transaktionen zu kümmern, abhängig von den jeweiligen Staaten, anstatt sich darauf zu konzentrieren, was am wichtigsten ist: der Kunde, Partner, Lieferant, Angestellte oder Investor, mit dem Geschäfte getätigt werden sollen.

eIDAS ebnet den Weg für den Gemeinsamen Digitalen Markt in Europa und macht die europäische Wirtschaft wettbewerbsfähiger, indem die Hemmnisse für die Transformation in das digitale Zeitalter verringert werden. Als Ergebnis können EU-Organisationen jeder Größe nun in den Genuss der Vorzüge kommen – einschließlich schnellerer Zielerreichung, geringerer Risiken hinsichtlich Sicherheit und Compliance sowie drastisch verbesserter Kundenzufriedenheit – und das alles, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Und wenn es um fast ein Viertel des Bruttoinlandsproduktes der Welt geht, wie bei der EU, dann ist dies von Bedeutung.

Aber eIDAS hat nicht nur positive Effekte für Unternehmen, die ihren Sitz in der EU haben. Es macht die Geschäftstätigkeit in der Region schneller, einfacher komfortabler und für Jedermann sicherer – ob es sich um ein kleines Unternehmen handelt oder eine multinationale Unternehmung mit Länder- oder Kontinent-übergreifenden Betrieben.

Zur Vorbereitung auf eIDAS hat DocuSign die umfassendste Initiative der Unternehmensgeschichte im Hinblick auf den Bereich und den Betrag der Investition unternommen, um Kunden sich erfolgreich dahingehend positionieren zu lassen, die gewaltigen Möglichkeiten der digitalen Transformation in der gesamten EU zu nutzen. Unsere Initiative „Invest for Europe“ schloss in den vergangenen zwei Jahren technologische Durchbrüche, extensive Fortentwicklung der Plattform, drei Unternehmensübernahmen sowie die Eröffnung von Rechenzentren in Amsterdam, Frankfurt und Paris ein.

Anfang Juni haben wir auf unserer jährlichen Kunden-, Entwickler- und Partnerkonferenz unsere neue, Standard-basierte Signatur-Suite, das Angebot für hybride Cloud-Installation sowie das neue Trust-Service-Provider-Programm vorgestellt.  Begrüßen konnten wir zudem die Fortschritte und die Erweiterung der xDTM Standard Association mit den neuen Mitgliedern BASF, SAP, Dow Jones, Linklaters und Olswang, die nun zu den mehr als 300 anderen Organisationen gehören, die den globalen Standard für das Digital-Transaction-Management unterstützen.

Unser Investment in Europa zielt darauf ab, unseren europäischen Kunden dabei zu helfen, die Vorteile der digitalen Transformation zu nutzen – insbesondere, ihre Ziele schneller zu erreichen.

Geschwindigkeit ist die neue Währungseinheit der Wirtschaft, mehr als nur Größe. Die Großen fressen nicht mehr die Kleinen, aber die Schnellen fressen die Langsamen. Digitalisierung ist der beste Weg, die Zielerreichung zu beschleunigen. Für alle Unternehmensgrößen ist die erfolgreiche Überbrückung der digitalen Lücke wesentlich, und ich glaube, es ist der wichtigste Faktor für den Geschäftserfolg heute und in Zukunft.

Hier also meine herzlichen Glückwünsche und mein Dank an den Präsidenten der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker und seine Kommissare.

Благодаря. Hvala. Děkuji. Tak. Aitäh. Kiitos. Merci. Danke. σας ευχαριστώ. Köszönöm. Grazas. Grazie. Paldies. Ačiū. Merci. Grazzi. Dank u.  Dziękuję. Obrigado. Mulțumesc. Gracias. Tack. Thank you.

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