DocuSign stellt die 50 größten Innovationen der Geschichte vor. Heute erscheint Teil 3: Gerade noch geschafft
Manchmal hat man einfach Glück: Man erwischt gerade noch so die Bahn, findet das perfekte Weihnachtsgeschenk am 24. Dezember oder bekommt nach Feierabend die letzte Packung Tomaten im Supermarkt. Man hat es gerade noch geschafft. Und dann fragen wir uns manchmal: „Was wäre passiert, wenn ich es nicht mehr geschafft hätte?“
Im Alltag ist die Antwort darauf meist einfach. Hätte ich eben die nächste Bahn nehmen müssen. Oder doch den Gutschein von Amazon kaufen müssen. Oder Nudeln mit Pesto statt Tomatensoße gegessen. Halb so wild, aber trotzdem nur zweite Wahl.
Und dann gibt es Fälle, die weitaus schwerwiegendere Konsequenzen mit sich bringen. Wenn Vereinbarungen kurz vor knapp scheitern, entstehen meist immense Kosten. Ganz zu schweigen von den Produkten und Technologien, die damit einfach begraben werden. Ein Paradebeispiel dafür ist Blockbuster: Als Netflix dem Filmverleih im Jahr 2000 den Vorschlag unterbreitete, das damals noch junge Unternehmen aufzukaufen und ihre Kräfte so zu bündeln, wurden die Gründer von Blockbuster CEO John Antioco ausgelacht. Doch diese Vereinbarung hätte Blockbuster retten können. Stattdessen ging das Unternehmen 2014 pleite und Netflix wurde zu einem der größten Player im Streaming-Geschäft.
Netflix
Natürlich muss es nicht immer so dramatisch enden – viele wichtige Vereinbarungen wurden noch kurz vor knapp getroffen. Chancen wurden gerade noch ergriffen, obwohl sie teilweise auch mit großen Risiken verbunden war.
Amazon, der größte Online-Händler der Welt, konnte nur entstehen, weil Jeff Bezos seine Verwandten und Bekannten um Starthilfe für ein Unternehmen gebeten hatte, dass damals noch von einer kleinen Garage in Seattle aus geleitet worden war. Sie gingen das Risiko ein, obwohl Bezos ihnen offen sagte, dass sie ihr Geld mit 70 %-iger Wahrscheinlichkeit nie wiedersehen würden. Doch sie glaubten an Jeff und ihr Vertrauen wurde belohnt: Das Investment zahlte sich aus, Amazon ist heute einer der größten Konzerne der Welt und bescherte Jeff Bezos Freunden und Familie eine unglaubliche Rendite von 14 Millionen Prozent.
Bereits 1997 überzeugten die Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin einen Investor, ihr Vorhaben mit 100.000 Dollar zu unterstützen. Der Scheck wurde für Google Inc. ausgestellt, doch es gab ein kleines Problem bei der Sache: Google Inc. existierte zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht. Gerade noch rechtzeitig wurden die nötigen Papiere besorgt und Google gegründet. Page und Brin konnten den Scheck einlösen und damit ihr Imperium aufbauen.
Ohne diese „Close Calls“ hätten wir heute also kein Amazon, kein Google und auch andere große technische Errungenschaften wären nicht Teil unseres täglichen Lebens: die Kreditkarte oder Wikipedia sind nur zwei weitere Beispiele für Innovationen, die beinahe nicht entstanden wären. In all diesen Fällen wurde der Lenker in letzter Minute herumgerissen, die Chance ergriffen und damit Geschichte geschrieben. Es lohnt sich also, Risiken einzugehen und auch auf neue Ideen, Technologien und Start-ups zu setzen. Eine Portion Glück und gutes Timing gehören natürlich auch dazu. Und dann kann man sich zurücklehnen, entspannen und sagen: „Gerade noch geschafft!“
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